OFFSHORE

Not In Our Name, Marke Hamburg – Rückzugsgefechte der Kreativen Klasse

Posted in Kulturreportagen by Olaf Bargheer on November 14, 2009

Ein Zwischenruf, mit Verständnis für die in der Grauzone tätigen.

Dieses wird ein ungeordneter, ruppiger Text. Er entsteht unter dem direkten Einfluss eines Pressegespräches, das am Vormittag des 29.10.2009 in einem der verwahrlosten Gebäude des besetzten Hamburger Gängeviertels stattfand. Dort hatte sich, mit dicken Jacken bewaffnet, eine breite Riege „ungewaschener“ (dazu später) Hamburger Kulturprotagonisten zusammengesetzt, um ziemlich deutlich zu machen, dass sie überhaupt keinen Bock mehr darauf haben, als Aushängeschild der vermeintlichen „Kreativstadt“ benutzt zu werden.

Ted Gaier hielt zur Verdeutlichung eine PR-Postille der „Hamburg Marketing GmbH“ in das Blitzlichtgewitter. Auf dem Cover das who is who der Hamburger Musikszene. Ted Gaier fand es alles andere als lustig, dass seine Goldenen Zitronen quasi Hand in Hand mit Marius Müller Westernhagen und Udo Lindenberg durch die Lande und bis nach Singapur und Austin / Texas (wo „Hamburg Marketing“ auf Festivals die Musikszene der Hansestadt bewirbt) gezogen werden um die „Kulturmetropole“ mit kiezigem Charme zu labeln.

„Not In Our Name, Marke Hamburg“, proklamieren die Unterzeichner eines Manifestes jetzt, und fordern ein Umdenken in der städtischen Politik (das Manifest findet sich in voller Länge am Ende dieses Artikels). (more…)

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Static Fades

Posted in Kulturreportagen by Olaf Bargheer on November 14, 2009

Ein Gespräch mit dem Electronic-Musiker und Künstler Carsten Nicolai für das DARE Magazin, April 2009.

DARE: Als bildenden Künstler kennt man dich unter deinem richtigen Namen Carsten Nicolai. Als Electronic-Musiker unter dem Namen alva noto. Ein Pseudonym, wie Fernando Pessoa es benutzt hat, wenn er unterschiedliche Texte publiziert hat.

Nicolai: So handhabe ich das. Ich mache schon deutliche Unterschiede zwischen bildender Kunst und meiner Tätigkeit im Zusammenhang mit raster-noton. alva noto steht für Sound und Musik, für die Zusammenarbeit mit anderen Musikern: Ryuichi Sakamoto oder aktuell Michael Nyman, mit dem ich eine Produktion zum Berliner MaerzMusik Festival plane. Pseudonyme sind in der Musik auch nichts ungewöhnliches, denk mal an Aphex Twin oder Wolfgang Voigt. (more…)

Wider die falsch verstandene Zurückgenommenheit der digitalen Kunst

Posted in Kulturreportagen by Olaf Bargheer on November 14, 2009

Die Hamburger Kunsthalle wollte Carsten Nicolai nicht nur mit seiner „anti reflex“ Installation ausstellen, sondern als Electronic-Musiker vorstellen. Das blieb, wohlwollend ausgedrückt, in seinen Ansätzen stecken. Oder zeigte, drastisch benannt, die Grenzen der Kompetenz eines Museumbetriebes auf. Eine Nachbetrachtung als Offener Brief.

Carsten Nicolai spielt sein Hamburger xerrox-Konzert unausgeruht. Der Samstagabend ist eingebettet in eine Reihe von Konzerten in Barcelona und Leipzig. Im Berliner Studio wartet die Arbeit an einem gemeinsamen Projekt mit dem Komponisten Michael Nyman, das zum Maerzmusik Festival fertiggestellt sein soll. Die Freitagnacht in Leipzig war lang und „grossartig. Da waren vierhundert Leute auf der Bühne, die haben da bis fünf getanzt, als wäre es ein Club.“ Carsten Nicolai, Olaf Bender und Pantha du Prince spielten drei Sets auf der stimmungsvoll umgebauten Hinterbühne des Centraltheaters. Eiserner Vorhang zum Zuschauerraum heruntergelassen, Bar, hochgerüstete PA, wenige Aufsichtskräfte. In der Theaterdirektion schien man Vertrauen in Projekt und Leipziger Publikum zu haben. „Ein Heimspiel“ für die Chemnitzer Nicolai und Bender. Für März hat Intendant Sebastian Hartmann Jazzanova engagiert. Der Mann hat sich für das im vergangenen Herbst übernommene Haus einiges vorgenommen.

In Hamburg kalter Niesel, kurz vor Schneeregen. Die Kunsthalle wirkt verrammelt. Café ab 19 Uhr geschlossen. Aufsichtspersonal in blauer, teflonbeschichteter Dienstkleidung. Die vereinzelten Besucher reichen ihre nassen Jacken und Schals über die Garderobe und haben auf dem langen Weg durch das Treppenhaus genügend Zeit, die Garderobemarke einzustecken. Die Kunsthalle hat das Konzert in ein weit oben gelegenes Kabinett verlegt, in dem bis vor einigen Tagen Zeichnungen und Gemälde von Jakob Philipp Hackert zu sehen waren. Texttafeln und Befestigungshaken prangen noch an den Wänden. Man hat einen weissen Tisch und ein paar Kästen Radeberger und Bionade die Treppen hoch in den Vorraum geschafft, zusammen mit Nicolais schwach beleuchteter Pultanlage die einzige Möblierung. Bodenfliesen schwarz und kalt, Wände nackt und schmuddelig, Besucher mit einem Mal nüchtern, trotz Radeberger. (more…)

Menschen interessieren sich am stärksten für Kunst, wenn sie die Option haben, ein Werk auch zu kaufen

Posted in Kulturreportagen by Olaf Bargheer on November 14, 2009

Ein Gespräch mit Elena Winkel zur Eröffnung der Ausstellung „Index 08“ im Hamburger Kunsthaus.

„Ich bin ab elf Uhr am Kunsthaus, kommt doch gegen Mittag vorbei“, hatte Elena uns gesagt, und als wir uns ihr gegenüber an den Tisch mit der Bücherauslage setzen, denken wir einen Moment lang, was soll das für ein Interview werden, die Gute kann doch nur körperlich anwesend sein nach der langen Ausstellungseröffnungsnacht. Elena hat sich einen weiten Pullover über den müden Körper gezogen, und das erstaunliche ist, dass ihre schläfrige, ein wenig monotone Stimme die Inhalte sehr präzise artikuliert und ihre Gedanken gar nicht mal so träge verlaufen wie die Kürze der Nacht es befürchten ließ. (more…)

Ein Künstler beantwortet nichts. Aber er hat vielleicht dieselbe Fragestellung wie ich

Posted in Kulturreportagen by Olaf Bargheer on November 14, 2009

Im September 2008 startete eine Ausstellung des britischen Street-Art Künstlers Boxi die „Reinkingprojekte“. Der Hamburger Sammler und Kurator Rik Reinking plant eine lang angelegte Ausstellungsreihe in neuen Räumlichkeiten. Ein Gespräch.

DARE: Rik, wie bist du an die Räumlichkeiten in der Sillemstraße gekommen?

Reinking: Gefunden habe ich die Hallen vor zwei Jahren. Wir haben zunächst viel Arbeit in die Renovierung gesteckt, die Räume zunächst als Büro und Lager genutzt, jetzt ist ein klassischer Galerieraum daraus geworden. Eine richtige scheiß-kommerzielle Galerie (lacht). Ich habe sozusagen die Fronten gewechselt und bin jetzt einer von den richtigen Galeristen. (more…)

Die Präsentation einer Sammlung ist immer eine Visitenkarte

Posted in Kulturreportagen by Olaf Bargheer on November 14, 2009

Im September 2008 startete eine Ausstellung des britischen Street-Art Künstlers Boxi die „Reinkingprojekte“. Der Hamburger Sammler und Kurator Rik Reinking plant eine lang angelegte Ausstellungsreihe in neuen Räumlichkeiten. Ein Gespräch mit den Jungen Freunden der Kunsthalle.

Rik Reinking zu treffen ist ganz leicht. Und man würde eine Reportage nicht mit so einem schlappen Satz beginnen, wenn nicht in allen anderen Reportagen stünde, Rik Reinking zu treffen sei ausgesprochen kompliziert. Wir treffen uns nicht auf einer Auktion in Shanghai oder in den Staaten oder bei Tilt’s Fetish Bubble Girls in Toulouse. Rik ist diesen Herbst viel in Hamburg, die Ausstellungsräume in der Sillemstrasse sind fertig, sein Hund kommt zur Ruhe, er selber wohl auch ein wenig. Er habe gelernt, Türen auch zu schließen, nicht immer neue aufstoßen zu müssen. Im Hof geht ein dünner Regen runter, Riks Vermieter steht irgendwann im Verlauf unseres Gesprächs unvermittelt am Tor, im Blaumann, und lässt eine kleinformatige Boxi-Arbeit für seine Tochter reservieren. Ich frage nicht nach, ob hier in Naturalien gehandelt wird. Rik und ich haben beide die Tendenz, in unseren Sesseln immer tiefer zu rutschen, so dass bald von ’sitzen‘ keine Rede mehr sein kann, eher von ‚lümmeln‘. Und dass wir an einem leicht verregneten Eimsbütteler Herbstabend in seinen Sesseln herumlümmeln kam so. (more…)

Clownfish Kunst Cluster Wuppertal

Posted in Kulturreportagen by Olaf Bargheer on September 2, 2008

Zwei Jahre bevor die Region die Kulturhauptstadt 2010 stellt, rüstet sich eine Industriebrache zum Hot Spot der Kreativwirtschaft.

In Wuppertal, einer dieser gern belächelten, dabei aber malerisch gelegenen Städte, steht ein aufgegebenes Fabrikensemble der Firma Elba. Elba stellt seit Jahrzehnten Aktenordner her, nicht ganz so erfolgreich wie Leitz, dafür aber wesentlich günstiger. Die Produktion ist mittlerweile an den Stadtrand verlagert, Fabrikhallen und Bürogebäude an der Wupper machen jetzt das durch, was malerischen Industriebrachen in urbanen Räumen gern angedacht wird: man nutzt sie für Kultur. In der Elba Fabrik fand am letzten Augustwochenende 2008 das Clownfish Kunst Cluster statt, gut 200 Künstler auf 1500 qm, Ausstellungen, Performances, Gesprächsrunden und ein grosses Clubbing des Kölner Radiosenders 1Live. Alles, was es an Kritik zu äussern gäbe zu plakativen Betitelungen (Cluster) und wenig präziser Themenwahl (Design, Architektur, bildende und darstellende Kunst wurden in eine grosse Waschtrommel gesteckt) prallt ab an der charmanten Tatsache, dass die dreitägige Veranstaltung eigeninitiativ von gerade einer Handvoll junger Designer und Kommunikationswissenschaftler geschmissen wurde. (more…)

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Die Unruhe der Buchfinken

Posted in Kulturreportagen by Olaf Bargheer on Februar 27, 2008

‚Das war doch mal recht aufschlussreich‘, kommentierte der Publizist Holm Friebe eine müde Panelrunde zum Thema ‚Ressource Kreativität‘. ‚Ich komme mir ein wenig vor wie ein Buchfink in der Sicht eines Ornithologen.‘ Was die Panelrunde zuvor unternommen hatte, war der Versuch, in Kuchendiagrammen wissenschaftlich aufzudröseln, wie die Arbeits- und Lebensformen der wachsenden Schar der Kreativwirtschaftler aussehen. Holm Friebe, so gesehen Kreativwirtschaftler der ersten Stunde, hatte vor zwei Jahren den Begriff der ‚digitalen Bohème‘ entwickelt und wird seitdem als Referent herumgereicht. Nun zuppelte er an seinem schwarzen Cord, strich sich eine Strähne aus dem breiten Gesicht und fühlte sich sichtbar unwohl. Was interessiert den Buchfink die Klassifizierung eines Ornitologen. Er sieht zu, dass er seine Bucheckern zusammen bekommt. Für die Kleinen im unsicheren Nest. Für den nächsten Winter.

Bohème, mit dieser Titulierung ist man d’accord, wenn man in Agenturen sein Brot verdient, im Journalismus, im Kulturbetrieb, im Design. Eine kribbelige Anrüchigkeit schwingt da mit, eine Unstetigkeit, die einen davor bewahrt, sich festzulegen, offshore segeln auf kabbeliger See, auf der Brandung der implodierten Arbeitswelt surfen. Der Bohèmien ist gewappnet, weil er nie einen Glauben besaß, der erschüttert werden konnte. Weil er keinen Job verlieren kann, lediglich einen Pitch, ein freiberufliches Engagement. Zwischen Gelassenheit und Sturheit passen nur wenige Blatt Papier. (more…)

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Relax it’s only a ghost – Virtual Encounters II

Posted in Kulturreportagen by Olaf Bargheer on Dezember 18, 2007

Virtual Encounters ist eine zweiteilige Reihe zur Medienkunst betitelt. Die Begegnungen sind gleichwohl persönlich. Eine Abfolge von Interviews mit Involvierten öffnet die virtuellen Räume und versucht Annäherungen an das Format und an die Topografie. Nach der Auftaktreportage über die Dresdener CYNETart folgt ein Gespräch mit Filomeno Fusco, künsterischer Leiter der Arthur-Boskamp-Stiftung, und Dirck Möllmann, freier Kurator der Hamburger Kunsthalle. Beide veranstalten vom 25.01. bis 02.02.2008 im zweiten Jahr das Videopanel Stile der Stadt und haben dafür einen atemberaubend dimensionierten neuen Kunstraum im Stadtteil St. Pauli installiert. Relax it’s only a ghost ist ein Track der Formation Phantom/Ghost, dem elektronischen Projekt von Thies Mynther und Tocotronic-Sänger Dirk von Lowtzow. Die Künstlerin Cosima von Bonin wählte den Titel in diesem Sommer für ihre Installation auf der documenta 12. (more…)

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Relax it’s only a ghost – Virtual Encounters I

Posted in Kulturreportagen by Olaf Bargheer on November 29, 2007

Virtual Encounters ist eine zweiteilige Reihe zur Medienkunst betitelt. Die Begegnungen sind gleichwohl persönlich. Eine Abfolge von Interviews mit Involvierten öffnet die virtuellen Räume und versucht Annäherungen an das Format und an die Topografie. Wie die Kunstszene von Hamburg in diesem digitalen Geflecht positioniert ist, wird das Thema der Gespräche mit Filomeno Fusco und Dirck Möllmann sein. Den Auftakt bildet eine Runde, die sich zwischen zwei Produktionen in der Lounge der Dresdener CYNETart zusammen gefunden hat. Das Festival für computergestützte Kunst findet im November 2007 zum elften mal statt und hat sich neben den Flaggschiffen Transmediale und Ars Electronica als kleine aber feine Plattform an der Peripherie etabliert. Relax it’s only a ghost ist ein Track der Formation Phantom/Ghost, dem elektronischen Projekt von Thies Mynther und Tocotronic-Sänger Dirk von Lowtzow. Die Künstlerin Cosima von Bonin wählte den Titel in diesem Sommer für ihre Installation auf der documenta 12.

Der Workshop zur Audio-Software ‚Max/MSP‘ am Stuttgarter Forum Neues Musiktheater wird komplett in englisch geführt. Das wäre anders nicht praktikabel: ein Grossteil der Programmierer, Komponisten, Choreografen und Medienkünstler ist aus dem europäischen Ausland und den Vereinigten Staaten angereist. Die Atmosphäre ist dennoch relaxed familiär, eine Einschätzung, die nicht nur positiv zu bewerten ist. Die Topografie der internationalen Medienkunstszene ist so gut vernetzt, weil sie so überschaubar ist. In Linklisten stösst man auf nur eine Hand voll Zentren von Rang. IRCAM [Paris], STEIM [Amsterdam] und Transmediale [Berlin] sind metropolengebunden, der überwiegende Teil der Labore allerdings ist an der Peripherie angesiedelt. Das in Deutschland führende ‚Zentrum für Kunst und Medientechnologie‘ ZKM etwa findet sich ausgerechnet im barocken Karlsruhe, in direkter baulicher Nachbarschaft zu der von Peter Sloterdijk geführten Hochschule für Gestaltung (die bezeichnenderweise im Fahrwasser des ZKM im gleichen Gebäudetrakt angedockt hat). (more…)

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Begegnungen im virtuellen Schwemmland

Posted in Kulturreportagen by Olaf Bargheer on November 23, 2007

Das Dresdener CYNETart Medienkunst Festival fordert von seinen Besuchern Sinnlichkeit und Gespür für digitale Technologie. (für DIE ZEIT 22.11.2007)

Die Residenzstadt Dresden glänzt nicht nur mit barocken Gemälden und Bauwerken. Sie ist auch ein Hot Spot in der europäischen Topografie der Medienkunst. Die im Silicon Saxony angesiedelte Trans Media Akademie veranstaltet im elften Jahr die CYNETart, ein neuntägiges Festival für computergestützte Kunst. In direkter Nachbarschaft zu den Labors von AMD und Infinion will man in Hellerau praktisch prüfen, wie technologische Entwicklungen künstlerische Ausdrucksformen und Wahrnehmungsweisen verändern. Etats und Bandbreite sind gemessen an den Flaggschiffen Transmediale / Berlin oder Ars Electronica / Linz gering, die Konzentration auf die eigenen Fragestellungen führt aber jedes Jahr im November zu einem dichten Programm mit Installationen, Performances und Workshops. Kunst aus Dresden wird eine Woche lang nicht mit Alten Meistern gleichgesetzt, sondern stellt sich interaktiv, virtuell und weltweit vernetzt dar. (more…)

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Es ist einfach Rockmusik

Posted in Kulturreportagen by Olaf Bargheer on November 8, 2007

Das Hamburger Dockville Festival setzt auf Kunst- und Musikszene als Katalysatoren der Stadtentwicklung. Wer diese Ausrichtung außer Acht lässt und wie Daniel Richter die Tücken des Geländes toleriert, erlebt ein charmantes Wochenende zwischen aufgegebenen Hafenanlagen und Elbdeich. (für das ART Magazin 20.08.2007)

Gerade noch in Sichtweite des Fesselballons, der über den Deichtorhallen schwebend einen Teil der Hamburger Skyline bildet, liegen die Wohnblöcke und Deichanlagen von Wilhelmsburg. Der südelbische Stadtteil gilt als soziales Problemviertel und unterliegt als solches einem wohlwollenden Stadtplanungsprogramm der Internationalen Bauausstellung. Eine Reihe unterschiedlicher Veranstaltungen, so die Prämisse des ‚IBA Kunst & Kultursommers‘, sollen mit ihren eigenen künstlerischen Blickwinkeln vielfältige neue Sichtweisen auf die Elbinsel eröffnen und ihren ‚kreativen Reichtum‘ deutlich machen. Imageaufwertung, Sozialarbeit und kulturelle Leuchtturm-Projekte erfahren hier eine Engführung, die in ihrer medialen Schlagkraft beeindruckt. Der ‚Sprung über die Elbe‘ scheint nur noch eine Frage der Zeit. (more…)

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